Auch wenn ich regelmäßig auf dem Fahrrad unterwegs bin, kenne ich leider bei weitem noch nicht alle Trails in und um Jena. Aber ich bin ja zum Glück nicht die einzige, die sich hier gerne auf den Bock schwingt. Deswegen werde ich mir ab und zu tatkräftige Unterstützung ins Boot holen, um mich und euch durch neue Trails inspirieren zu lassen. Los geht’s mit Josi, die uns von einem versteckten Trail entlang des Lämmerbergs berichtet. Lieben Dank für den schönen Beitrag! Ich freue mich schon auf eine Probefahrt!


Tourdaten: Hahnengrund – Hidden-Trail – Steinbruch – Sängerquelle

Höhenprofil von komoot.de

Höhenprofil von komoot.de

Distanz: 12 km
Höhenmeter: 300 m
Singletrailanteil: 100%
Tour auf komoot.de ansehen
Download gpx Daten

Nachdem der Drahtesel gesattelt war und wir uns mit allen erforderlichen Utensilien eingedeckt hatten, schwangen wir uns auf den Sattel. Vom Hahnengrund aus starteten wir die GPS-Aufzeichnung und schlängelten uns gemächlich über die grün-weiße Strecke oberhalb von Ammerbach am Waldrand entlang gen Hirschlehden. Von dort aus fuhren wir über den gelb-weißen Wanderweg hinauf. Die Strecke ist nicht übermäßig anspruchsvoll. Es gibt ein paar kleinere Wurzelabschnitte und ansonsten einen recht humanen und sehr dankbaren Aufstieg. Oben angekommen gelangt man auf einen Landwirtschaftsweg. Dort lädt bereits eine Bank zu einer kleinen Rast ein, bevor es dann weiter zum Hidden Trail geht, der vorbei am Holzberg und am Lämmerberg führt.

Blick auf AmmerbachDer Hidden Trail selbst besitzt keine Wandermarkierung. Ihr biegt links in den Trail, der fast parallel zum Aufstieg verläuft. Der bald darauf folgende kleine Trail wartet mit ein paar Finessen auf, vor allem aber fordert er einem mitunter etwas Balancegeschick ab. Der Weg ist recht schmal und verwachsen, aber wenn man sich konzentriert und keinen Lenker breiter als 800mm hat, sicher gut zu meistern. Da der Weg keine Wandermarkierung besitzt, ist man hier meist allein in dem Waldabschnitt unterwegs. Wenn wir dann doch auf Personen trafen, war dies meist an einer Bank, die sich am Pfad befindet und einen Aussichtspunkt markiert. Von hier aus hat man einen guten Blick auf Ammerbach. Einmal dort angekommen, ist man schon so gut wie auf dem Weg nach unten. Zum „Abstieg“ entschieden wir uns für den Pfad am Kamm entlang zurück zum Hahnengrund.

Blick auf den SteinbruchAngefixt von der vorangegangenen Strecke trieb es uns erneut nach oben. Hierfür nutzten wir die grün-weiße Strecke hinauf zum Landwirtschaftsweg und von dort aus zunächst in Richtung Cospoth. Die Bank, die bereits zuvor zum Päuschen einlud, passieren wir dieses Mal, fahren jedoch nicht den Schotterweg zum Cospoth, sondern quer über’s Feld über den Vogelberg zum Mönchsberg und darüber zum Steinbruch. Dort machten wir erneut eine kurze Pause zum Verschnaufen und ließen den Blick hinab schweifen. Nachdem wir uns satt sahen, führte uns ein kleiner Pfad am Grat entlang hinab zum Eingang des Steinbruchs. Nachdem die Zeit aufgrund ausgiebiger Pausen bereits etwas vorangeschritten war, hieß es jetzt nur noch der grün-weißen Route zum Sängerplatz folgen, um dann zufrieden den Heimweg antreten.

Auch wenn die Strecke kurz ist, erfüllt mich jeder einzelne Teil davon mit Zufriedenheit. Warum ich es gerade dort so gern mag? Das zu definieren fällt mir schwer. Probiert es einfach selber aus! Dieser Weg ist nebst einiger anderer meine absolute Empfehlung.

Ride on! Eure Josi

Zusatztipp: am besten nimmt man einen etwas größeren Rucksack und packt ein Döschen ein, das man sich auf dem Weg mit Pflaumen oder anderem saisonalen Obst füllt. An welchen Bäumen man sich sonst die Bäuche vollschlagen kann, findet ihr auf Mundraub.


Wer jetzt auch Lust bekommen hat, von seiner/ihrer Lieblingstour zu berichten, der hinterlässt mir einfach einen Kommentar. Ich freue mich über viel GastLiebe!