Unsere dritte Tour führte uns in den Kanton Nidwalden auf die andere Seite des Vierwaldstättersees. Als Mountainbiker kommt man natürlich nicht drum herum auch den Bikepark der Region zu testen — also zog es uns in die bike arena emmetten.

Die Bikearena bietet mehrere Bikerouten, von der Familien-Einsteigertour bishin zum Techniktraining. Da wir in den letzten Tagen schon einige Höhenmeter gesammelt hatten, entschieden wir uns für eine entspannte Runde: die Panoramaroute verspricht eine atemberaubende Aussicht über den Vierwaldstättersee. Klingt gut.

Tourdaten: Emmetten – Stockhütte — Twäregg — Tannibüel – Klewenalp

Höhenprofil von komoot.de

Höhenprofil von komoot.de

Distanz: 22 km
Höhenmeter: 950 m
Singletrailanteil: 48 %
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Blick auf Emmetten

Blick auf Emmetten

In Emmetten beginnt dir Tour direkt am Tourismus Center. Dort gibt es auch einen großen Parkplatz, auf dem man kostenlos parken kann. Die Anreise mit dem Auto ist also kein Problem. Von dort starten wir direkt mit dem Aufstieg. Bis zur Stockhütte fährt man die ersten 500 Höhenmeter auf asphaltierten Straßen und zum größten Teil im Schatten. Das war nach der Tour am Vortag wirklich eine willkommene Abwechslung. Schon auf den ersten Höhenmetern will man immer wieder anhalten um die Aussicht auf den See zu genießen. Die Tour löst schon hier ihr Versprechen einer 5Sterne-Aussicht auf den Vierwaldtstättersee ein.

Panoramatour. Blick auf Emmetten und den Vierwaldstättersee. Im Hintergrund die Rigi und die Mythen.

Panoramatour. Blick auf Emmetten und den Vierwaldstättersee. Im Hintergrund die Rigi und die Mythen.

Panoramatour. Blick auf den Vierwaldstättersee.

Panoramatour. Blick auf den Vierwaldstättersee.

Kiesweg oder Singletrail, das ist hier die Frage

An der StockhütteAb der Stockhütte ist es vorbei mit asphaltierten Wegen. Ab hier fährt man laut der Karte der Bikearena auf Kieswegen. Schwierigkeitsstufe: mittel. Komoot behauptet stattdessen: Singletrail. Die Wahrheit liegt — wie so oft — irgendwo dazwischen. Wer bei Kieswegen die klassischen Waldautobahnen im Kopf hat, wird hier (positiv oder negativ?) überrascht. Der Weg bietet eher Singletrail-Feeling und ist anstrengender als erwartet. Mir persönlich hat dort die Aussicht auf die Bergkette, die die Grenze zwischen den Kantonen Nidwalden und Uri bildet, fast noch besser gefallen als der Blick auf den See. Deswegen haben wir den Rastplatz auf der Twäregg für ein ausgiebiges Päuschen genutzt.

Twäregg

Klewenalp

Der höchste Punkt ist auf der Twäregg noch nicht erreicht. Auch wenn man sich kurz erholen und das Rad ein wenig laufen lassen kann, geht es danach wieder bergauf Richtung Tannibüel. Diesmal wirklich auf Kieswegen. Sanft ansteigend. In der prallen Sonne. Das ist der eher unangenehme Abschnitt der Tour.

Am Restaurant Tannibüel kann man sich überlegen, ob man noch einen Abstecher zur Klewenalp machen möchte. Und ich kann hier nur ganz klar empfehlen: Tut es! Die 1,5 Kilometer Umweg zur Klewenalp lohnen sich. Auf 1580 Metern Höhe bietet sich von dort noch einmal ein wunderschöner Ausblick auf den Vierwaldtstättersee und die Gipfel der Touren der Vortage: Rigi und Mythen.

Ausblick von der Klewenalp auf den Vierwaldtstättersee, Rigi und Mythen.

Ausblick von der Klewenalp auf den Vierwaldtstättersee, Rigi und Mythen.

Von der Klewenalp fuhren wir wieder zurück Richtung Tannibüel und dann ging es bergab Richtung Emmetten. Zuerst auf asphaltierten Straßen und deswegen mit ziemlich viel Tempo. Da muss man aufpassen, dass man den richtigen Abzweig auf den Kiesweg nicht verpasst, sonst landet man versehentlich in Beckenried statt in Emmetten. Die Abfahrt ist alles in allem ziemlich unspektakulär. Die Tour ist eben eine Panoramaroute ohne höheren Technikanspruch. Wer mehr Technik möchte, sollte sich auf den anderen Trails der Bikearena umschauen. Auswahl gibt es auf jeden Fall genug.

Fazit:
Die Tour hält was sie verspricht:
Fitnesstraining durch eine atemberaubende Landschaft.