Mein Job in der Wissenschaft bringt es gelegentlich mit sich, dass ich mich auf spannende Dienstreisen in andere Länder begeben darf. Eine dieser Dienstreisen bringt mich jährlich in das beschauliche Städtchen Bled in Slowenien. Bei meinem ersten Trip nach Bled hatte ich noch nie davon gehört und mich vorher auch nicht groß darüber erkundigt. Umso atemberaubender die Überraschung bei der Ankunft. Bled is beautiful! Am Rande der Julischen Alpen gleich hinter der Grenze zu Österreich versteckt sich dieser Ort mit einem atemberaubenden Panorama bestehenden aus einem See mit malerischer Insel auf der sich eine kleine Kirche befindet, einer Felsklippe auf der sich eine Burg befindet und um das alles noch abzurunden erstreckt sich dahinter eine majestätische Bergkette. Wenig überraschend also, dass ich mich jedes Jahr wieder auf diese Dienstreise freue!

Bleder See Uferpanorama

Vorteil einer Dienstreise: Erholung im Arbeitsalltag; Nachteil: ich kann mein Fahrrad nicht mitnehmen. Das soll aber euch nicht zum Nachteil werden, weswegen ich mich — die Kamera im Gepäck — eben zu Fuß auf Erkundungstour begebe. Denn die julischen Alpen und der Triglavski Nationalpark sind auf jeden Fall auch einen Besuch mit dem Bergfahrrad wert und ich denke, die folgenden Bilder werden euch davon überzeugen!

Wandern um den Bleder See

Eine Runde um den See sollte man auf jeden Fall drehen, denn das Panorama ist aus jeder Perspektive spektakulär und man möchte am liebsten alle zehn Meter stehen bleiben und ein Foto machen. Wetter und Jahreszeit spielen dabei eigentlich keine große Rolle. Klar, Sommersonne macht jedes Bild perfekt, aber Wolken und Nebel sorgen am See für eine mystische Stimmung; Eis und Schnee vermitteln einem das Gefühl, der Schneekönigin in ihr Reich gefolgt zu sein. Kein Wunder, dass sich auch eine Menge Legenden um die Insel und Kirche ranken. Zum Beispiel stand auf der Insel angeblich einst der Tempel der altslawischen Göttin Živa; und wer die heutige Glocke im Kirchturm läutet, dem wird ein Wunsch erfüllt. Die Fotos in diesem Beitrag sind eine Sammlung der letzten drei Jahre und spiegeln recht gut wider, wie abwechslungsreich schön die Gegend selbst im Februar sein kann.

Die Burg Bled

Die Spaziergängervariante führt stetig am Seeufer entlang. Die spannendere Route entführt einen auf mindestens einen der Hügel. Den Ausblick von der Burg finde ich persönlich nicht den Aufstieg wert. Viel beeindruckender ist der Ausblick von der anderen Seite des Sees. Denn von dort eröffnet sich einem (bei klarem Wetter) genau das atemberaubende Panorama, dass ich eingangs beschrieben habe: See, Insel, Burg und Berge. Fahrrad-geeignet war die von uns gewählt Tour übrigens eher nicht. Selbst zu Fuß war der Weg an manchen Stellen tückisch, was aber durchaus auch an den winterlichen Bedingungen lag.

Wandern in und um die Vintgar Klamm

Ein absolut empfehlenswertes Ausflugsziel ist die Vintgar Klamm. Hier kriegt man dieses Feeling, irgendwo in eine Märchenwelt gebeamt worden zu sein: Holzstege führen an den Felswänden entlang über türkis-grünes Wasser und moosbedeckte Felsen.

Der Weg durch die Klamm ist im Winter leider gesperrt und mittlerweile auch mit einem recht unüberwindbaren Tor gesichert. Macht nix, es gibt auch Wege um die Klamm herum. Die sind zugegeben weniger malerisch, führen aber dennoch ans Ende der Klamm und dieses Ziel ist allemal einen kleinen Umweg wert; denn hier fällt die Radovna im Sum-Wasserfall. Wer im Frühjahr, Sommer oder Herbst in Slovenien ist, sollte aber auf jeden Fall den Weg durch die Klamm nehmen.

Am Eingang zur Klamm gibt es einen Parkplatz, sodass man relativ bequem eine Runde um oder durch die Klamm drehen kann. Aber auch ein längerer Spaziergang von Bled aus direkt bis zum Wasserfall lohnt sich. Der Weg entlang malerischer Dörfer immer mit Bergpanorama im Blick, wirkt auf mich unglaublich beruhigend.

Fazit: Irgendwann will ich Slovenien auf jeden Fall noch einen Besuch mit dem Fahrrad abstatten. Und dann werden vor allem die malerischen Routen durch den Triglavski Nationalpark entlang der Soca Pflicht! Wie sieht es mit euch aus? Habt ihr diesem kleinen versteckten Schatz zwischen Österreich und Kroatien bereits einen Besuch abgestattet und könnt weitere Tipps geben?