Wir waren sicher nicht die einzigen, die den Frühling herbei gesehnt haben. Und nun ist er endlich da. Und zwar so so richtig. Die Aprilsonne gibt Gas, wärmt unsere durchgefrorenen Gemüter und zieht Groß und Klein nach draußen. Und ich konnte die erste Familienradtour im neuen Jahr kaum erwarten.

Früher hat mich auch der Winter nicht davon abgehalten, zumindest gelegentlich aufs Bike zu springen. Für unseren Milchzwerg war das aber keine wirkliche Option. Weder lässt es sich bei Kälte besonders gut stillen, noch krabbeln. Und ohne Bewegungspause beschwert sich der Zwerg im Anhänger so richtig. Das habe ich zugegeben nicht bedacht, dass ein Kind zwei aktiver Eltern vermutlich auch Hummeln im Po hat und keine Lust, mehrere Stunden im Fahrradanhänger zu sitzen.

Aber nun ist er ja endlich da, der Frühling, und so hat auch Familie 2RadLiebe endlich die Radsaison eröffnet. Unser Ziel war die alte Autobahn. Die Runde ist nicht besonders spektakulär, aber absolut Fahrradanhänger- bzw. Familien-tauglich (zumindest wenn die kleinen Biker schon ein paar Kilometer schaffen). Sie führt an der Leutra nordwestlich aus Jena hinaus und an der Leutra südwestlich wieder nach Jena hinein. Und ja, in Jena gibt es tatsächlich zwei Bäche mit dem gleichen Namen.

Distanz: 33 km
Höhenmeter: 370 m
Wegbeschaffenheit: 70% Straßenbelag / Asphalt
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Der ersten Leutra sind wir bis zu ihrer Quelle in Großschwabhausen gefolgt. Von dort ging es weiter bis nach Vollradisroda. Die Tour enthält keine knackigen Anstiege, sondern sammelt die etwa 350 Höhenmeter ganz sachte.

Kurz hinter Vollradisroda, etwa auf dem höchsten Punkt der Tour, der Hälfte der Strecke und nach dem Mittagsschläfchen des Zwerges, haben wir ein Päuschen eingelegt. Ganz idyllisch neben den großen Windrädern. Mit Kaffee, Obst und Reiswaffeln. Ein Vorteil eines Fahrradanhängers sind eindeutig die wesentlich komfortableren Pausen.

Von dort ging es weiter über Bucha bis zur alten Autobahn im Leutratal Nummer zwei. Leider habe ich entlang der Leutra kaum Fotos gemacht, obwohl es mich mehrmals in den Fingern gejuckt hat. Aber der Milchzwerg war nicht mehr ganz so gut gelaunt und so wollte ich die Tour nicht unnötig in die Länge ziehen. Ich muss aber auf jeden Fall wieder dort hin, wenn es grüner draußen ist. Auch unser Pausenplätzchen werden wir uns das nächste Mal lieber an der idyllisch vor sich hin plätschernden Leutra suchen.

Alles in allem war unsere erste Familientour 2018 eine gemütliche Runde auf der wir viel, viel Sonne und 2RadLiebe tanken konnten. Und wie habt ihr das Ende des Winters zelebriert?